Wir sagen JA zur Südspange!
Julia Bretz | 20. Mai 2010Die JuLis Göttingen sprechen sich für den Bau der Südspange aus!
Die Südspange ist eine Umgehungsstraße zwischen den Ortschaften Geismar und Rosdorf über deren Bau nun schon seit über zwei Jahrzehnte gestritten wird. Neben CDU und FDP hat sich auch die SPD für deren Bau ausgesprochen. Gemeinsam mit den Grünen, die den Bau ablehnen, haben die Sozialdemokraten im Rat eine Bürgerbefragung zum Bau der Südspange durchgesetzt. Bis zum 14. Juni haben jetzt rund 95.000 wahlberechtigte Bürger der Stadt die Möglichkeit per Briefwahl für oder gegen den Bau zu stimmen. Wenn mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigen von ihrem Recht Gebrauch machen wollen SDP und Grüne sich künftig unabhängig vom Ergebnis, nach dem Votum der Bürger richten.
Mit unserer Positionierung zum Bau haben wir uns viel Zeit gelassen, da wir zunächst intern eine ausführliche Diskussion führen wollten. „Gerade bei einem Thema das schon so lange und so emotional diskutiert wird, ist es wichtig, dass wir eine sachorientierte Entscheidung aufgrund der uns vorliegenden Informationen zu fällen und uns nicht von der allgemeinen Stimmung leiten lassen“, sagte unser Kreisvorsitzender, Sascha Schade.
Das haben wir dann auch gemacht. In einer unserer Sitzung war der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Wolfgang Thielbörger, der über dieses Thema aus Sicht der FDP im Rat referiert hat zu Gast. Danach haben wir die Daten des Bau- und Planungsausschuss der Stadt gesichtet und ausgewertet und uns mit den Argumenten der Aktionsbündnisse Für und Gegen die Südspange beschäftigt.
Wir haben es uns also nicht leicht gemacht und sprechen uns jetzt, nach reichlicher Überlegung, für den Bau der Südspange aus.
Die Südspange entlastet die Reinhäuser Landstraße und den Rosdorfer Weg spürbar, was vor allem für die Anwohner eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität darstellt. Lärm-, Abgas- und Feinstaubbelastung würden gesenkt, die Verkehrssicherheit erhöht werden.
Die Behauptung, durch den Bau würden der Stadt Kosten entstehen die aufgrund der schlechten Haushaltslage an anderer Stelle, etwa bei Bildung und Kultur, eingespart werden müssten ist schlicht und einfach falsch. Der Bau würde voraussichtlich von Land und Bund gefördert werden und der Teil den die Stadt übernehmen müsste würde aus dem Investitionshaushalt bezahlt werden. Die Kosten aus Abschreibungen der Südspange würden dann voraussichtlich im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr liegen.
Der Bau stellt keine Gefährdung des Kiessees dar. Im Gegenteil, er würde zu einer deutlichen Aufwertung des Naherholungsgebietes führen. Nach dem Bau kann der Sandweg dauerhaft gesperrt werden, wodurch die Lärm- und Abgasbelastung am Kiessee deutlich sinken.
In den verbleibenden Wochen bis zum Abschluss der Bürgerbefragung werden wir an den Montagsdemonstrationen für die Südspange teilnehmen und unsere „Seniorenorganisation“ FDP an ihren Infoständen unterstützen.








